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A press release about the Summer School 2007 in Aigen im Ennstal (Austria) with the 2 main parts "Eicosanoids" and "Biologicals", Summer School with Rafting.

 


  press releases by the University of Frankfurt
  University of Frankfurt (English)
  Summer School 2007

 

 

 
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Frankfurt International Research School for Translational Biomedicine


Internationale Doktoranden lernen bei Frankfurter Koryphäen

Sommerschulen des Center for Membrane Proteomics und der Graduiertenschule FIRST

28. August 2007

FRANKFURT. Wenn sich am 26. September gestandene Wissenschaftler und ausgewählte Doktoranden aus aller Welt zu einem feierlichen Abendessen unter Dinosauriern im Lichthof des Senckenberg-Museums versammeln, so ist dies der Höhepunkt der zweiten Sommerschule des Frankfurter Center for Membrane Proteomics (CMP). Die 40 Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt absolvieren in der Woche vom 24. bis 29. September ein Spezialkursprogramm über die neuesten Methoden der Membranproteinanalytik. Hier erhalten sie eine optimale Betreuung und Unterstützung für ihre wissenschaftliche Arbeit.

Die Organisatoren, Dr. Bernd Märtens, Prof. Volker Müller, und Prof. Robert Tampé, sehen in der CMP Sommerschule, die im Rahmen des 6. EU-Forschungsrahmenprogramms mit fast 500.000 Euro gefördert wird, eine ideale Möglichkeit, die internationale Sichtbarkeit der Universität Frankfurt zu erhöhen. «Zudem haben wir die Gelegenheit, mit den internationalen Teilnehmern der Sommerschule, die alle nach dem Kriterium der Exzellenz ausgewählt wurden, und den hochkarätigen Wissenschaftlern, die sich als Lehrkräfte zur Verfügung stellen, nicht nur den wissenschaftlichen Austausch zu pflegen, sondern auch Rekrutierungsgespräche für das Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe zu führen, dem ein Großteil der beteiligten Wissenschaftler angehört», erklärt Universitäts-Vizepräsident Prof. Werner Müller-Esterl. Die Sommerschule ist Teil einer Serie von Trainingsmaßnahmen des EMBN (European Membrane Biology Network), an der sich die folgenden Institutionen beteiligen: Die Reichsuniversität Groningen, die Universität Leeds, die Universitäten Zürich und Bern sowie die ETH Zürich. Wissenschaftler aus diesen Partneruniversitäten wirken aktiv an der Sommerschule des Center for Membrane Proteomics mit.

Mit Proteomik (= Proteomics) bezeichnet man die Erforschung der Gesamtheit aller Proteine (= Eiweiße) einer Zelle oder eines Organismus, des Proteoms. Die Membranproteomforschung nimmt mittlerweile einen bedeutenden und stetig wachsenden Stellenwert in der modernen Forschungslandschaft ein. Die zum Teil sehr großen und komplexen Proteinmoleküle, die ausschließlich auf und an den Membranen der Zellen und Zellorganellen lokalisiert sind, haben wichtige Funktionen im Energiehaushalt der Zellen, der Nervenreizleitung, dem Stofftransport, der Signalleitung, der Zellerkennung und der Zellverbindung. Bekannte Funktionen sind beispielsweise die Reizleitung der Nerven, die Photosynthese, die Veratmung von Sauerstoff zur Energiegewinnung (Atmungskette) und das Sehen (Photorezeptoren). Ein Großteil der verfügbaren Arzneimittel wirkt nur in Wechselwirkung mit speziellen Membranproteinen. In der Krebsforschung und in der Alternsforschung erhoffen sich Wissenschaftler aus der Membranproteomforschung neue Erkenntnisse und Heilansätze.

Neben der wissenschaftlichen Bedeutung der Proteomforschung, die sich mit großen und komplexen Proteinmolekülen befasst, steigt auch die wirtschaftliche Bedeutung des Forschungsgebietes. Dort gewonnene Erkenntnisse führen beispielsweise zur Entwicklung neuer Medikamente oder zur Züchtung neuer Bakterien zur Herstellung regenerativer Energieträger. Auch Produkte der Nanotechnologie spielen eine immer größere Rolle. Insgesamt soll sich der wirtschaftliche Umfang des Proteomikmarktes in den nächsten drei Jahren verdoppeln bis verdreifachen. So rechnet man allein in Deutschland mit Tausenden neuer Arbeitsstellen. Die Wissenschaftler des CMP aus der Universität Frankfurt und dem Max-Planck-Institut, die zu den führenden Kapazitäten auf dem Gebiet der Membranproteinforschung gehören, leisten so Ihren Beitrag, den Bedarf an zukünftigen exzellenten Fachkräften bereitzustellen.


Sommerschule mit Wildwasserfahrt

Die erste Sommerschule der neu gegründeten Graduiertenschule FIRST findet vom 1. bis 9. September in Aigen im steirischen Ennstal statt. Bereits seit zehn Jahren trifft sich dort die Frankfurter Pharmazieschule für je eine Woche zur Vorbereitung auf das erste pharmazeutische Staatsexamen. In diesem Jahr hat der Tagungsort neben der Vertrautheit den Vorzug, dass in unmittelbarer Nachbarschaft die EICOSANOX tagt, ein Consortium im 6. EU-Rahmenprogramm, bestehend aus 16 akademischen Forschungsgruppen aus Europa und Nordamerika sowie zwei biopharmazeutischen Unternehmen. «Das erlaubt einen lebhaften Austausch der Frankfurter Doktoranden mit den über 50 Wissenschaftlern aus Schweden, Deutschland, Kanada, Italien, Großbritannien, Spanien und Irland», freut sich Universitätspräsident Prof. Rudolf Steinberg, der seinen Besuch im Ennstal bereits zugesagt hat. Aufgabe von FIRST ist es, durch ein interdisziplinäres Ausbildungsprogramm für Mediziner, Pharmazeuten und andere Naturwissenschaftler die Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe vom Labor bis zum Krankenbett zu beschleunigen. Dieser als ‹translationale Biomedizin› bezeichnete Ansatz ist in Frankfurt seit Jahren Gegenstand zweier Graduiertenkollegs, die jetzt zu den tragenden Säulen von FIRST gehören. Themen des Graduiertenkollegs «Eicosanoide» sind unter anderem die Signaltransduktionswege bei Schmerz- und Entzündungs-prozessen. Die Schwerpunkte des Graduiertenkollegs «Biologicals» liegen in der Krebsforschung, der Gentherapie und der virologischen Forschung; Hier ist insbesondere das Frankfurter Georg-Speyer-Haus federführend. Ein weiterer Partner ist das Paul-Ehrlich-Institut. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Themen treffen sich die Graduiertenkollegs getrennt, die «Eicosanoide» vom 1. bis 5. und die «Biologicals» vom 5. bis 9. September.

Das Graduiertenkolleg «Eicosanoide» ist eine Kooperation zwischen der Johann Wolfgang Goethe-Universität und dem renommierten Karolinksa Institutet in Stockholm. «Die Sommerakademie ist ein idealer Treffpunkt zum Austausch zwischen den kooperierenden Partnern, fern vom Uni- und Alltagsstress», so Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, der Organisator der Sommerakademie.

Komplettiert wird die Sommerakademie durch ein attraktives Freizeitprogramm: «Der Höhepunkt ist das gemeinsame Wildwasser-Rafting im Nationalpark Gesäuse auf der Enns oder der Salza», erklärt Dr. Brigitte Held, akademische Koordinatorin von FIRST. Für diejenigen, denen das zu nass ist, wird eine Wanderung in der Bergregion Grimming angeboten oder eine Besichtigung der Klosterbibliothek Admont. Zusätzlich trifft sich eine Gruppe ganz sportlicher Wissenschaftler zum Joggen oder zum Schwimmen im Putterersee.

Informationen:
Dr. Bernd Märtens, Center for Membrane Proteomics, Koordination und Wissenschaftsmanagement, Max-von-Laue-Str. 11, 60438 Frankfurt am Main. Tel: (069) 798-29418,
Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Pharmazeutische Analytik, Max-von-Laue-Str. 9, 60438 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798-29339,. Mobil: (0171) 8643219.


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