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Press Releases

 


What you don’t learn during your undergraduate studies

One year ago, the graduate schools FGS, OSS and FIRST were opened.

 


  press releases by the University of Frankfurt
  University of Frankfurt (English)
  UniReport 7/2008

 

 
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Entnommen aus UniReport 7/2008 (41. Jahrgang, S. 21)

Was man im Studium nicht lernt

Vor einem Jahr wurden die großen Graduiertenschulen FGS, OSS und FIRST eröffnet

 

Nach dem Studium geht die Arbeit erst richtig los – wenn die Doktorarbeit geschrieben wird. Tanja Becker weiß das. Sie sitzt seit drei Jahren an ihrer Dissertation zum Thema ›Organisationssoziologie – Wandlungsprozesse in Unternehmen‹. Seit einem Jahr ist sie Mitglied der Frankfurt Graduate School for the Humanities and Social Sciences (FGS), der Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaftler. Lediglich die Wirtschaftswissenschaften sind nicht an ihr beteiligt: Sie wollen gemeinsam mit den Universitäten Mainz und Darmstadt eine eigene Graduiertenschule gründen. »Die FGS bietet ein großes Angebot an Seminaren und Workshops, die ich kostenlos nutzen kann, und unterstützt mich, wenn ich reisen muss, um Vorträge zu halten«, sagt Becker. Dr. Helmut Brentel ist Geschäftsführer der FGS, in der derzeit 400 Graduierte betreut werden – rund jede dritte Doktorarbeit, die in geisteswissenschaftlichen Fachbereichen geschrieben wird, wird von einem FGS-Mitglied verfasst. »Das sind viel mehr, als wir anfangs erwartet hatten«, so Brentel. »Die Akzeptanz der FGS unter den Professoren und jungen Wissenschaftlern ist sehr hoch.« Beide – der Betreuer der Doktorarbeit und der Promovend – müssen Mitglied der FGS werden, damit der Graduierte gefördert werden kann. Bestandteil des Vertrags ist unter anderem die Verpflichtung des Betreuers, sich einmal pro Semester mit seinem Schützling zu besprechen und die Texte durchzugehen. »Es ist gut, dass das jetzt ein verbrieftes Recht ist«, findet Becker, »denn früher hörte man von Fällen, in denen der Betreuer erst die fertige Arbeit las.« Es gibt an der FGS sogar eine Ombudsperson.

Ein ähnliches Konzept wie die FGS verfolgt die Otto-Stern-School (OSS) für Naturwissenschaftler. Allerdings kann hier nur aufgenommen werden, wer den Studienabschluss mit mindestens der Note 2,5 bestanden hat. Wie an der FGS gibt es eine Reihe von ganztägigen Workshops für die Teilnehmer. Wissenschaftliches Schreiben, Präsentieren und Verteidigen von wissenschaftlichen Thesen werden vermittelt, und das alles in Englisch: »Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass man das schon während des Studiums übt«, sagt die bisherige OSS-Leiterin Martina van de Sand. »Wir machen Angebote, die die Mitglieder nutzen können, aber nicht müssen.« Die OSS bietet auch die Möglichkeit, Kontakte zur Industrie zu knüpfen – denn 90 Prozent der AbsolventInnen gehen in die Wirtschaft. Trotz dieser Angebote ist die OSS noch nicht wirklich etabliert. Lediglich 70 Mitglieder hat die Schule – bei rund 900 Dissertationen, die in den naturwissenschaftlichen Fachbereichen (Medizin nicht eingerechnet) jährlich verfasst werden. »Wir wollen die Zahl in den kommenden sechs Monaten verdoppeln«, sagt van de Sand.

Neben der OSS gibt es noch eine zweite naturwissenschaftliche Graduiertenschule, die allerdings nur von Pharmazeuten und Medizinern besucht werden kann, die FIRST (Frankfurt International Research School for Translational Biomedicine). Deren Sprecher, Prof. Dieter Steinhilber, erläutert die Unterschiede: »Während die OSS Basisfähigkeiten vermittelt, sind wir fach- und forschungsbezogen. Unter den Professoren findet die FIRST große Anerkennung. Wir haben rund 100 Doktoranden, Tendenz steigend.« Eine von ihnen ist Astrid Fischer. Die 26-jährige Pharmazeutin, die über Lipide promoviert, ist von Anfang an bei der FIRST. »Manchmal ist es schon stressig, wenn man neben Forschung und Arbeit auch noch Workshops der FIRST besuchen soll«, sagt sie. Aber es muss sein: Ein gewisses Pensum müssen die Teilnehmer absolvieren. »Die Angebote bringen aber auch sehr viel«, sagt sie. »Wir treffen uns oft und profitieren von den Forschungen und Methoden der anderen Teilnehmer.« Zwar lässt sich noch nicht absehen, ob das Ziel, alle Doktorarbeiten nach drei Jahren abzuschließen, erreicht wird, doch die finanzielle Förderung in Form von Stipendien erleichtert dies zumindest.

Im April sollen die OSS und die FIRST fusionieren. Die OSS wird vom »Dach über der naturwissenschaftlichen Ausbildung« zu deren »Plattform«, die FIRST zu einer von drei ›Fachclustern‹. Die beiden anderen Cluster bilden Physik und Systemforschung sowie Geo- und Biodiversitätsforschung, jeweils mit einem spezifischen Ausbildungsprogramm. Graduiertenkollegs und -programme wie GRACE oder das Kolleg der Gesellschaft für Schwerionenforschung werden inhaltlich angebunden und ziehen mit der neuen ›Goethe Graduate Academy for Life and Natural Sciences‹ an einem Strang. tjs

 


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